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Patroklos ist ein griechischer Krieger und Vetter des Kriegerfürsten Achilles. Dieser hat ihn nach dem Tod seiner Eltern aufgenommen und bildet ihn in Phthia zum Kämpfer aus.

Biografie

Frühes Leben

Patroklos wird etwa 17 Jahre vor der Eroberung Trojas durch die Griechen als Sohn von Menoitios und Sthenele geboren[2]. Seine Eltern, die Verwandte von Achilles und Freunde Odysseus sind, sterben zu einem nicht näher bekannten Zeitpunkt vor den Filmereignissen und aus nicht erwähnten Gründen. Achilles nimmt Patroklos zu sich und bildet ihn in seinem Refugium Phthia zum Krieger aus.

Troja

Patroklos ist mit Achilles bei einer Kampfübung in einer Ruine auf Phthia, als Odysseus eintrifft. Die Übung macht deutlich, dass Patroklos als Kämpfer zwar ehrgeizig und kampflustig ist, seinem Vetter aber noch eindeutig unterlegen ist.

In das Gespräch zwischen Odysseus und Achilles mischt er sich immer wieder mit Angriffen gegen Achilles ein, um die Übung fortzusetzen, aber auch mit der Frage, ob auch Ajax nach Troja mitkäme und schwärmt, dass dieser in der Lage sei, eine Eiche mit einem einzigen Hieb seines Hammers zu fällen, was Achilles mit der spöttischen Bemerkung quittiert, dass Eichen sich auch nicht wehren. Ebenso schwärmerisch erkundigt sich Patroklos, ob es wahr sei, dass Hektor ein so guter Krieger sei, was Odysseus dazu nutzt, Achilles' Ehrgeiz damit anzustacheln, dass es heiße, Hektor sei der beste aller Krieger, besser als alle Griechen.

Patroklos ist mit an Bord, als sich Achilles mit seinen Myrmidonen der Flotte König Agamemnons anschließt, um in Troja unvergänglichen Ruhm zu erlangen. Als Achilles ihm kurz vor der Landung befiehlt, an Bord zu bleiben und das Schiff zu bewachen, ist er enttäuscht, muss aber widerwillig dem Befehl folgen.

Mit Eudoros begrüßt er Achilles nach der erfolgreichen Landung an der trojanischen Küste. Als Agamemnon Achilles die Beute in Gestalt der trojanischen Prinzessin Briseis wegnehmen lässt und Achilles dem König von Mykene deshalb die Gefolgschaft verweigert, reagiert Patroklos mit Unverständnis. Er ist wild auf den Kampf und kann nicht begreifen, weshalb sein Vetter, sein großes Vorbild, plötzlich nicht kämpfen will. Achilles wird klar, dass er seinem Vetter zwar beigebracht hat, wie man kämpft, aber nicht warum. An Patroklos prallt diese kluge Erkenntnis aber ab.

Als Achilles wegen Briseis dem Krieg endgültig den Rücken kehren will, wirft Patroklos ihm vor, er wolle nur deshalb abreisen, damit Agamemnon verliert. Achilles bestätigt dies zwischen den Zeilen. Patroklos, der wegen der vielen toten Griechen wütend auf die Trojaner ist, nutzt die Gelegenheit, dass sein Vetter sich in sein Zelt verzieht, um sich als Achilles auszugeben.

Er beschafft sich heimlich dessen Rüstung und führt derart verkleidet die Myrmidonen in den Kampf. Nicht einmal Eudoros, der Achilles wirklich gut kennt, bemerkt den Rollentausch, denn Patroklos bewegt sich sogar wie sein Vetter. Ahnungslos folgen die Myrmidonen Patroklos in den von Achilles keinesfalls gewollten Kampf in die Schlacht an den Barrikaden.

Patroklos ist - wie Achilles völlig richtig einschätzt - ein guter Schüler des Kriegerfürsten, aber noch lange kein Myrmidone. In völliger Selbstüberschätzung greift er Hektor an - und findet seinen Meister. Hektor kann seine Deckung durchbrechen und ihm die Kehle aufschlitzen. Der trojanische Prinz ist nicht weniger entsetzt als Odysseus und Eudoros, die Patroklos auch erst erkennen, als Hektor dem Sterbenden den Helm abnimmt. Der Trojaner gewährt ihm den Gnadenstoß und wird das Gefühl nicht los, den Zorn der Götter auf sich gezogen zu haben.

Patroklos' Tod ändert Achilles' Haltung, der ihm die Feuerbestattung ausrichtet und nun für seinen Vetter Rache nehmen will. Agamemnon erkennt, dass Patroklos für ihn den Krieg gerettet hat.

Persönlichkeit

Patroklos ist der typische, pubertäre Heißsporn, der mit aller Macht in einen Kampf will und sich keine Gedanken darüber macht, wofür ein Kampf geführt wird. Sein Körper hat eine gewisse Kraft, der Geist ist aber noch nicht mitgewachsen. Änderungen im Plan versteht er nicht und reagiert zornig, wenn etwas nicht so läuft, wie er es sich vorstellt. Die Gründe seines Lehrmeisters Achilles, sich aus dem von Agamemnon angezettelten Krieg heraushalten zu wollen, gehen schon nicht in seinen Kopf. Dass Achilles, als er sich doch am Krieg beteiligt, um Ruhm zu erwerben, dann plötzlich nicht mehr will, begreift der junge Mann noch viel weniger. Weibliche Wesen spielen in seiner Welt noch keine Rolle, also kann er nicht verstehen, dass sein Vetter wegen einer Frau, die ihm weggenommen wurde, in den Streik tritt.

Seine Absicht, den Streik zu unterlaufen, indem er sich als sein Vetter verkleidet, geht zwar auf, aber nur deshalb, weil er diese Absicht mit dem Leben bezahlt und sein Vetter für ihn Rache nimmt.

Zitate

Wird Ajax auch in Troja kämpfen? Es heißt, er könne eine Eiche mit einem einzigen Hieb seiner Axt fällen.
— Patroklos zu Odysseus in Troja, DVD-Kapitel 8


Hinter den Kulissen

Patroklos wird von Garrett Hedlund verkörpert und in der deutschen Fassung von Matthias Deutelmoser synchronisiert.

Einzelnachweise

  1. Angabe gemäß Drehbuch, Szene 23
  2. Die Namen der Eltern werden im Film Troja nicht erwähnt. Information von Wikipedia, Seite Patroklos.
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