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Hektor ist ein trojanischer Prinz und der Heerführer von Troja. Als ältester Sohn seines Vaters Priamos ist er auch der Thronfolger des Reiches.

Biografie

Hektor ist mit seinem Bruder Paris im Auftrag ihres Vaters nach Sparta gereist, um den von König Priamos mit dem kriegsmüden Menelaos von Sparta ausgehandelten Friedensvertrag zu besiegeln. Der Prinz genießt die Achtung des Königs Menelaos, der ihn als kampfstarken Gegner und Mann von Ehre zu schätzen weiß.

Bei der Feier nach dem Bankett am letzten Abend der Festwoche vermisst Hektor seinen Bruder und hat gleich die Ahnung, dass Paris wieder einmal hinter den Frauen her ist. Als der Jüngere aus den oberen Stockwerken des Palastes kommt, fängt Hektor ihn ab und stellt ihn eher verklausuliert zur Rede. Er warnt ihn, dass Menelaos der Bruder von Agamemnon ist, dem sämtliche griechischen Königreiche unterstehen. Paris weicht aus, aber Hektor stellt klar, dass er es nicht zulassen wird, dass sein kleiner Bruder irgendetwas tut, das Troja schaden könne.

Am folgenden Tag präsentiert Paris ihm Helena, Menelaos' Frau, als Fahrgast. Hektor ist entsetzt, macht seinem Bruder heftige Vorwürfe und will nach Sparta umkehren, um Helena zurückzubringen. Da Paris in dem Fall ebenfalls in Sparta bleiben will und nötigenfalls für seine Liebe sterben will, lässt Hektor wieder nach Troja steuern, obwohl er die Vorstellungen seines Bruders als naiv entlarven kann.

Zuhause angekommen, gibt er seinem Vater Priamos den Rat, Helena nach Sparta zurückzuschicken. Doch Priamos lehnt ab, weil er spürt, dass es Paris diesmal ernst ist und er der Frau, die er liebt, nachreisen würde, selbst wenn das seinen Tod bedeuten sollte. Hektor warnt seinen Vater, dass Menelaos sich längst an Agamemnon gewandt hat, der Troja schon lange auf der Liste der zu erobernden Orte hat. Sein Vater vertraut auf den Schutz des Sonnengottes, was Hektor zu der bissigen Frage veranlasst, wie viele Bataillone der Sonnengott denn befehlige. Als sein Vater ihn an seine wundersame Heilung als Kleinkind vom Scharlach erinnert und dies einem göttlichen Wunder zuschreibt, rollt Hektor genervt die Augen und sagt seinem Vater, der für Paris tausend Kriege kämpfen würde, obwohl er dreißig Jahre für Frieden gearbeitet habe, dass es nicht Priamos sei, der in einem solchen Fall kämpfe.

Als die Griechen an der trojanischen Küste landen, versucht Hektor mit der Apollonischen Garde, die Griechen zurückzuschlagen. Sein Hauptmann Tekton wird von Achilles mit einem unglaublichen Speerwurf getötet, seine eigene Abteilung wird von den Myrmidonen im Tempel Apollons aufgerieben. Hektor allein überlebt - weil Achilles ihn ziehen lässt. Die Abteilung, die er gegen Ajax' landendes Schiff gesandt hat, kann sich jedenfalls teilweise nach Troja zurückziehen.

Persönlichkeit

Hektor ist ein heldenhafter Krieger, aber er lebt nicht für den Krieg. Anders als Achilles betrachtet er den Kampf als zwar nötig, um seine Heimat zu verteidigen, aber er würde nie von sich aus ein Krieg anfangen, um jemand anderem etwas streitig zu machen.

Er ist ein absolut treuer Ehemann, der sich auch fern von Troja nicht dazu verführen lässt, seine geliebte Frau Andromache mit einer Sklavin (oder sonst einer Frau) zu betrügen. Für seinen schürzenjagenden Bruder Paris hat er deshalb wenig Verständnis.

Hinter den Kulissen

Hektor wird von Eric Bana dargestellt und in der deutschen Fassung von Erich Räuker synchronisiert.

Zitate

Oft segnen einen die Götter am Morgen und verfluchen einen am Nachmittag
— Hektor zu Paris in Troja, DVD-Kapitel 5 - Etwas braut sich zusammen

Und wie viele Bataillone befehligt unser Sonnengott?
— Hektor recht sarkastisch zu Priamos auf dessen Aussage, dass der Sonnengott Troja schütze in Troja, DVD-Kapitel 10

Einzelnachweise

  1. Angabe gemäß Drebuch, Szene 8
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