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Archeptolemos ist ein trojanischer Hohepriester. Er deutet auch Ereignisse, die als Omen verstanden werden können und genießt besonderes Vertrauen des Königs Priamos.

Biografie

Vor den Ereignissen von Troja

Zu einem nicht näher bekannten Zeitpunkt prophezeit Archeptolemos Dürrejahre. König Priamos lässt daraufhin die Brunnen vertiefen, so dass die Trojaner auch während der Dürrejahre Wasser zum Trinken haben.

Troja

Archeptolemos bei der Begrüßung durch den König Priamos anwesend, als die Prinzen Hektor und Paris mit dem besiegelten Friedensvertrag aus Sparta nach Troja zurückkehren.

Später, als die Begeisterung des Volkes in Besorgnis umschlägt, weil Paris Helena, die Frau des spartanischen Königs Menelaos nach Troja mitgebracht hat, um sie zu seiner Frau zu machen, führt der Hohepriester Opferrituale am Tempel des Poseidon aus, um Hilfe für Troja vor den Griechen zu erflehen. Seine Opfer bleiben jedoch ebenso wirkungslos wie die der Apollon-Priester im Tempel des Apollon in Strandnähe.

Nachdem die Griechen trotz der Opfer des Hohepriesters am Poseidon-Tempel und anderer Opfer in anderen Tempeln mit nur wenigen Verlusten am trojanischen Strand gelandet sind, wird in der Akropolis Kriegsrat gehalten. Zu diesem Rat gehört auch der Hohepriester Archeptolemos. Er kann berichten, dass zwei Bauern ihm mitgeteilt haben, sie hätten einen Adler gesehen, der eine Schlange in seinen Fängen gehalten habe[2]. Er wertet dies als Zeichen Apollons, dass die Götter den Trojanern gewogen seien und sie einen Sieg erringen werden. Hektor, der weltlich veranlagte ältere Sohn des Königs, äußert Zweifel, denn Apollon hat der Schändung seines Tempels tatenlos zugesehen. Priamos weist ihn zurecht und erinnert an die zutreffende Prophezeiung der Dürre. Troja wurde gerettet, weil er auf Archeptolemos‘ Rat gehört hat.

Tatsächlich können die Trojaner einen Sieg gegen die Griechen erreichen, als diese Troja angreifen. Den Umstand, dass Hektor gleich zwei ihrer Könige – Menelaos und Ajax – töten kann, nimmt Archeptolemos als Gnade der Götter für Troja und deren Strafe für die Griechen wegen der Schändung des Apollon-Tempels. Auch Glaukos, der Heerführer, ist überzeugt, die Griechen erneut schlagen zu können. Allein Hektor bleibt skeptisch und weist darauf hin, dass in der Schlacht die Myrmidonen – Griechenlands gefürchtetste Krieger unter dem Kommando von Achilles – nicht gekämpft haben. Priamos, den Göttern ergeben wie kaum einer seiner Vorgänger, verlässt sich auf den Rat des Hohepriesters und befiehlt den Angriff.

Der folgende Kampf verläuft zunächst auch gut für die Trojaner, doch er geht letztlich unentschieden aus. Hektor vereinbart mit Odysseus einen Waffenstillstand, weil er feststellen muss, dass der von ihm tödlich verwundete Krieger in der Rüstung des Achilles nicht der Kriegerfürst selbst ist, sondern dessen heißsporniger Vetter Patroklos, der sich einfach überschätzt hat.

Als dann ein zorngeladener Achilles vor dem Tor Trojas erscheint, Hektor wegen des Todes von Patroklos zum Zweikampf fordert und ihn in diesem Kampf tötet, ist dies für Archeptolemos der untrügliche Beweis, dass Apollon Hektors Kritik übel genommen hat und ihn für seine Zweifel gestraft hat.

Dem Hohepriester unterläuft jedoch ein entscheidender und tödlicher Fehler, als er das gewaltige, aus Schiffsteilen zusammengefügte, hölzerne Pferd als Opfer für Poseidon zu erkennen meint und übersieht, dass die Statue dem Meer den Allerwertesten zuwendet und damit den Gott des Meeres eigentlich schwer beleidigt. Prinz Paris und Heerführer Glaukos plädieren dafür, das vermeintliche Opfer zu verbrennen, doch sie sprechen ihre konkreten Bedenken dagegen nicht aus. Archeptolemos warnt mit Hinweis auf Hektors Tod, den er als Strafe der Götter für den kritischen Prinzen sieht, davor, das Opfer zu missachten.

Der gläubige Priamos nimmt deshalb auch den Rat des Hohepriesters und den seines Beraters Velior an, das hölzerne Pferd nach Troja hineinzubringen. Die Falle, die die Griechen mit dieser List des Odysseus den Trojanern gestellt haben, schnappt zu. Troja wird geplündert, wer nicht durch den geheimen Gang aus der Akropolis in die Berge fliehen kann, wird gnadenlos abgeschlachtet.

Archeptolemos wähnt sich im Tempelbereich der Akropolis sicher, doch er warnt die Soldaten Odysseus‘ vergeblich, ihm etwas anzutun. Sie stoßen ihn über die Brüstung in den Tod. So stirbt der Hohepriester und kann nicht mehr miterleben, dass Poseidon den Mord an seinem Hohepriester durch die Ithaker damit rächt, dass Odysseus und seine Gefährten zehn Jahre lang vergeblich versuchen werden, nach Ithaka heimzukehren. Allein Odysseus wird nach Ithaka zurückkehren

Hinter den Kulissen

Archeptolemos wird von Nigel Terry verkörpert und von Wolfgang Condrus deutsch synchronisiert.

Einzelnachweise

  1. Angabe gemäß Drehbuch, Szene 76
  2. Hier wird interessanterweise des mexikanische Staatswappen von den Bauern beschrieben. Ein Großteil des Films Troja wurde in Baja California in Mexiko gedreht. Eine freundliche Verbeugung vor dem Gastland.
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