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Achilles ist ein griechischer Kriegerfürst, Sohn des Peleus und der Göttin Thetis. Er ist niemandem untertan, doch sein Verlangen nach unsterblichem Ruhm veranlasst ihn, für Agamemnon zu kämpfen, den König von Mykene und Großkönig von Griechenland, obwohl er Agamemnons Gier nach Macht ablehnt.


Biografie

Achilles ist mit Agamemnons Heer nach Thessalien gezogen, das als einziges griechisches Königreich noch frei ist. Eine Schlacht haben die Thessalier schon verloren, aber das Land ist noch nicht erobert. Agamemnon lässt seine Armee erneut gegen die Männer des Königs Triopas vorgehen. Der Großkönig macht den Vorschlag, den Krieg durch einen Zweikampf der beiden besten Krieger des jeweiligen Heeres zu entscheiden. Triopas ist einverstanden und ruft seinen Riesen Boagrius zum Kampf. Agamemnon ruft seinerseits nach Achilles - doch der ist nicht auf dem Schlachtfeld. Agamemnons Heerführer sendet einen Botenjungen zu Achilles' Zelt, der den Krieger schlafend und in Gesellschaft zweier Frauen findet.
Troja 03-000

Achilles erreicht das Schlachtfeld

Als er fertig gerüstet ist und auf sein Pferd steigt, spricht der Junge von den Erzählungen über Achilles: dass seine Mutter eine unsterbliche Göttin sei und dass er deshalb auch unsterblich sei. Er fragt ihn, ob das wahr sei. Achilles meint, wenn es so wäre, würde er seinen Schild nicht brauchen. Der Junge weist darauf hin, dass der Thessalier, gegen den Achilles kämpfen soll, der größte Mann ist, den er je gesehen hat und er nicht gegen ihn kämpfen wolle. Achilles bemerkt darauf spöttisch, dass sich deshalb auch niemand an seinen Namen erinnern werde und reitet zum Schlachtfeld.

Dort angekommen, empfängt Agamemnon ihn mit Spott und Beschimpfung, was beinahe dazu führt, dass Achilles ihm die Gefolgschaft verweigert. Erst Nestor kann ihn wieder umstimmen, indem er Achilles sagt, dass er nicht nur viele Männer retten kann, wenn er kämpft, sondern auch, dass sie Lieder zu seinem Ruhm singen werden.

Achilles nimmt Anlauf auf den von Triopas bestimmten Kämpfer Boagrius, fängt einen Speer ab, den Boagrius auf ihn schleudert, weicht dem zweiten aus, springt hoch und rammt dem Thessalier sein Schwert von oben in den Körper. Boagrius ist schon tot, bevor er auf dem Boden aufschlägt. Die Thessalier sind wie gelähmt, als Achilles vor ihren Reihen steht und laut fragt, ob das alles wäre. Triopas fragt ihn nach seinem Namen, was er mit "Achilles, Sohn des Peleus" beantwortet. Der thessalische König will ihm sein Zepter zur Weitergabe an Agamemnon übergeben, doch Achilles lehnt es mit dem Hinweis ab, dass Agamemnon nicht sein König sei.

Nach dem Krieg gegen Thessalien zieht Achilles sich weitgehend ins Privatleben nach Phthia zurück. Dort trainiert er seinen Vetter Patroklos, den er nach dem Tod von dessen Eltern zu sich genommen hat. Hier sucht ihn Odysseus auf, der ihn im Auftrag von Agamemnon überreden soll, am Krieg gegen Troja teilzunehmen. Achilles reagiert mit Ablehnung, weil er gegen Troja keine Feindschaft hegt, denn die Trojaner haben ihm nichts getan. Dass Paris dem Menelaos seine Frau Helena ausgespannt hat, sieht er nicht als Beleidigung ganz Griechenlands an. Er meint vielmehr, dass Menelaos keine Ehre habe, weil er seine Frau nicht halten konnte. Erst, als Odysseus deutlich macht, dass weder dieser Krieg noch die daran teilnehmenden Krieger vergessen werden würde, wird Achilles nachdenklich.

Er befragt seine Mutter, die Göttin Thetis, die ihm weissagt, dass er in Larissa (Phthia) mit Frau (die noch nicht in seinem Leben ist), Kindern und Enkeln glücklich werden würde, doch werde sein Name nach dem Tod seiner Enkel in Vergessenheit geraten. Doch gehe er nach Troja, würde sein Name noch in tausenden von Jahren bekannt sein. Der Preis wäre jedoch sein Tod. Achilles entscheidet sich für den Krieg, um den prophezeiten Ruhm zu ernten.

Als die Flotte der Griechen an die trojanische Küste kommen, lässt Achilles schneller rudern, um als Erster den Strand zu erreichen. Um seinen Vetter nicht zu gefährden, befiehlt er Patroklos zu dessen Verdruss, als Schiffswache an Bord zu bleiben. Sein Hauptmann Eudoros fragt, ob sie nicht auf die anderen warten sollten; dies sei Agamemnons Befehl gewesen. Achilles meint, es sollten jene Agamemnon gehorchen, die für ihn kämpften und verspricht seinen Männern, den Myrmidonen,Unsterblichkeit. Sein Schiff landet tatsächlich als Erstes.

Achilles und seine Myrmidonen landen und greifen umgehend den am Strand befindlichen Tempel Apollons an. Die verteidigenden Soldaten Trojas werden niedergemacht, ebenso die Priester, die im Tempel den Dienst versehen. Achilles gerät dabei geradezu in einen Blutrausch und hört, dass die noch auf den landenden Schiffen befindlichen Soldaten seinen Namen skandieren, was bei Agamemnon den Hass auf Achilles noch steigert. Dem Großkönig ist durchaus klar, dass Achilles ihm seinen Thron streitig machen könnte, wenn er es wollte.

Hektor und seine Apollonier kommen zu Pferd dazu. Ein Teil attackiert den inzwischen ebenfalls gelandeten Ajax und seine Soldaten aus Salamis. Hektor und sein Hauptmann Tekton reiten zum Tempel weiter, um die Griechen von dort zu vertreiben. Achilles sieht sie kommen, lässt sich von Eudoros einen Speer geben, den er mit einem "unglaublichen Wurf "(Aussage von Hektor gegenüber seiner Frau Andromache) auf Tekton schleudert und diesen tödlich trifft. Als Letzter außerhalb des Tempels stehend, lockt er die Trojaner unter Hektors Führung in den von seinen Leuten inzwischen vorbereiteten Hinterhalt im Tempel. Der wilde Kampf fordert mindestens acht Tote unter den Myrmidonen, aber von den Trojanern überlebt niemand außer Hektor. Dieser stellt Achilles im Allerheiligsten ohne zu wissen, wen er vor sich hat. Achilles gibt sich gegenüber Hektor überheblich und verweigert den Kampf gegen ihn nur deshalb, weil er keine Zuschauer dabei hat. Hektor verfolgt ihn bis zum rückwärtigen Ausgang des Tempels, und wird dort von den Myrmidonen umzingelt. Achilles lässt ihn mit dem Rat frei, sich mit seiner Frau zu vergnügen und Wein zu trinken. Der Krieg beginne am folgenden Tag.

Hektor kann als einziger Überlebender seiner Truppe ungehindert zurückreiten. Achilles tritt auf das Dach des Tempels und grüßt die seinen Namen skandierenden Truppen der Griechen am Strand mit dem erhobenen Schwert.

Als Achilles zu seinem Lager strebt, begegnet ihm Ajax, der vor der Landung noch gegrollt hat, Achilles wünsche den Ruhm wohl für sich allein, und erklärt, es sei ihm eine Ehre mit Achilles in den Krieg zu ziehen, denn er sei so furchtlos wie ein Gott.

In seinem Zelt findet er die an einen der Pfosten gefesselte Briseis, die seine Männer im Apollontempel aufgestöbert haben, wo sie sich versteckt hatte. Sie machen Achilles die junge Frau zum Geschenk und meinen, "er würde wohl seinen Spaß mit ihr haben", wie Eudoros es ausdrückt. Briseis beeindruckt den Kriegerfürsten mit ihrem Mut, selbst als Gefangene Widerworte zu wagen. Er verliebt sich rasch in sein "Geschenk".

Als Agamemnon ihm durch Aphareos und Haemon Briseis wegnehmen lässt, um sie selbst zu beanspruchen, ist das für Achilles der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt. Er weigert sich, weiterhin für Agamemnon zu kämpfen und befiehlt seinen Männern, sich von den Kämpfen fernzuhalten. Eudoros akzeptiert den Befehl, aber Patroklos versteht die Haltung seines Vetters nicht. Achilles bemerkt, dass er bei der Ausbildung seines Schülers einen Fehler gemacht hat: Er hat ihm beigebracht, wie man kämpft, aber nicht warum man kämpft. Seinen Hinweis, dass er (Patroklos) verloren sei, wenn er den Befehlen eines Narren folge, interpretiert der Schüler allerdings falsch.

Während die griechische Armee vor die Tore Trojas marschiert, bleiben Achilles und seine Männer fort. Die Myrmidonen gehen nach dem Aufbruch der Armee auf das Dach des Apollontempels, um zu beobachten, was geschieht. Achilles folgt seinen Männern später und sieht vom oberen Dach, dass Agamemnon den taktischen Fehler macht, die Truppen zu nahe an die Stadtmauer in die Schussweite der trojanischen Bogenschützen bringt.

Als Paris den vereinbarten Zweikampf mit Menelaos wegen einer Beinwunde abbricht und Hektor Menelaos tötet, der Paris' Rückzug nicht akzeptieren will, greifen die Griechen auf Agamemnons Befehl an. Achilles beobachtet den Angriff mit Sorge, brummelt, die Griechen sollten eine Angriffslinie bilden. Odysseus hat zwar dieselbe Idee, aber die Trojaner werfen die Griechen zurück, bis sie fliehen. Der trojanische Vormarsch wird erst von Prinz Hektor gestoppt, um die Trojaner nicht in die Schussweite der griechischen Bogenschützen geraten zu lassen.

Achilles bekommt auf unbekannten Wegen mit, dass Briseis nach der verlorenen Schlacht den mykenischen Soldaten als Trost überlassen wird. Er kommt gerade noch rechtzeitig, um Haemon daran zu hindern, sie als Sklavin zu brandmarken und drückt Haemon das Brandeisen an den Hals, schlägt einen weiteren der mykenischen Soldaten mit dem Brandeisen nieder und nimmt Briseis mit zu seinem Zelt.

Dort angekommen will er ihre Wunden reinigen, aber sie wehrt ihn heftig ab und wäscht sich schließlich selbst. Er bietet ihr etwas zu essen an, was sie aber nur zögernd annimmt. Als sie ihm vorhält, Männer wie ihn schon oft getroffen zu haben, verneint er. In dem sich daraus entwickelnden Gespräch wird deutlich, dass er kein gewöhnlicher Mensch ist, denn er sagt, er habe die Götter gesehen (was ihm als Halbgott möglich ist) und erklärt, dass die Götter die Menschen um ihre Sterblichkeit beneiden, denn jeder Augenblick könne der letzte sein. Alles sei so viel schöner, weil Menschen eines Tages sterben. Jeder Augenblick ist deshalb kostbar, denn er wird nicht wiederkommen.

In der folgenden Nacht erwacht er, als Briseis ihm die Kehle durchschneiden will. Er fordert sie auf, zu tun, was sie will. Auf ihre verblüffte Frage, ob keine Angst habe, zu sterben sagt er: "Ob jetzt oder in fünfzig Jahren: Was macht das schon? Tu es!" Doch Briseis ist nicht in der Lage, ihm in die Augen zu sehen und ihn zu töten. Achilles nutzt die Chance, sie zu küssen und sich mit ihr zu vereinigen, wogegen sie sich nicht mehr wehrt, sondern ihm sogar entgegenkommt.

Am Morgen danach ist die Welt für Achilles eine andere. Er erkennt, dass er sich in Briseis verliebt hat und will ihretwegen den Krieg gegen die Trojaner nicht mehr mitmachen. Während er seine Geliebte noch betrachtet, erscheint Eudoros und kündigt ihm einen Besucher an. Achilles folgt dem Ruf seines Hauptmanns und gibt ihm den Befehl, das Lager zu räumen.

Der Besucher ist Odysseus, der Achilles im Auftrag von Agamemnon überreden will, zu bleiben. Achilles achtet Odysseus von allen Königen Griechenlands am meisten, doch ihm wird klar, dass Odysseus in diesem Krieg selbst nur ein Diener ist. Odysseus erklärt, dass Ithaka - eine Insel im Ionischen Meer - es sich nicht leisten kann, Agamemnon zum Feind zu haben und erwidert auf Achilles' spöttischen Einwand: Sollen wir etwa Angst vor ihm haben?": "Angst ist etwas Nützliches. Du hast vor niemandem Angst. Das ist dein Problem."

Doch Achilles bleibt dabei, dass er Agamemnon nicht mehr unterstützen wird. Odysseus muss unverrichteterdinge wieder gehen.

Patroklos kritisiert Achilles' Haltung und Abreiseabsicht und hält ihm vor, dass er nur fort will, damit Agamemnon verliert. Der Trotz seines jungen Vetters macht den Kriegerfürsten nur wütend. Er befiehlt in scharfem Ton, dass das Schiff am folgenden Morgen absegeln wird.

Der nächste Morgan hat jedoch eine böse Überraschung für Achilles parat: Als er relativ spät aus seinem Zelt kommt, kehren seine Männer gerade aus einem Kampf zurück. Er weist Eudoros zurecht, dass er seinen Befehl missachtet habe. Der Hauptmann windet sich wie ein Aal und weiß nicht, wie er seinem Herrn die fruchtbare Nachricht beibringen soll. Er sagt, nicht er habe die Myrmidonen in die Schlacht geführt, sondern Achilles selbst - hätten sie geglaubt. Achilles bemerkt, dass Patroklos nicht anwesend ist und ruft nach ihm. Eudoros erklärt, dass der junge Mann Achilles' Rüstung getragen habe und sich sogar wie er bewegt habe. Auf Achilles' erneute Frage, wo er ist, räumt Eudoros ein, dass Patroklos tot ist - gefällt von Hektor, der dessen Kehle durchschnitten habe. Die Aussagen von Eudoros, dass Patroklos ihn und seine Männer getäuscht hat und er erst erkannt wurde, als Hektor ihm den Helm abnahm, nimmt er nicht zur Kenntnis.

Achilles weiß nicht, wohin mit seinem Zorn. Er erwürgt Eudoros und Briseis beinahe, lässt sie erst im letzten Moment am Leben. Als Patroklos' Leichnam herbeigeschafft ist, richtet Achilles als nächster Verwandter dessen Beerdigung aus und verlässt als Letzter den riesigen Scheiterhaufen, auf dem der Tote verbrannt wird.

Im Morgengrauen ist der Scheiterhaufen niedergebrannt. Achilles kehrt zu seinem Zelt zurück und legt seine Rüstung an. Er lässt den Wagen anspannen, sich ein Seil geben und lehnt jegliche Begleitung ab. Briseis ahnt, was er vorhat und fleht ihn an, Hektor zu verschonen, doch Achilles sperrt sich gegen ihr Flehen. Allein fährt er nach Troja und schreit vor dem Tor nach Hektor, der der Forderung zum Zweikampf als Ehrenmann nachkommt.

- weitere Bearbeitung folgt -

Hinter den Kulissen

Achilles wird von Brad Pitt verkörpert und von Martin Keßler synchronisiert.

Zitate

Es ist noch zu früh am Tage, um Prinzen zu töten.
— Achilles zu Eudoros auf dessen Frage, weshalb er Hektor gehen lässt in Troja, DVD-Kapitel 12


Einzelnachweise

  1. Angabe gemäß Drehbuch, Szene 4
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